Tiere in den fünf Wandlungs­phasen

Das „Holz“- Tier (Lebertyp)

– Grummelgrieskram –

Die Wandlungsphase Holz wird dem Funktionskreis Leber/ Gallenblase zugeordnet
Die Jahreszeit ist der Frühling
Sinnesorgan: Auge und Hufe/Krallen
Körperliches Gewebe: Sehnen
Emotion: Zorn
Klimatischer Einfluss: Wind
Geruch/ Geschmack: Sauer

Das Holztier oder der Lebertyp sind in der Regel gut bemuskelt, allerdings ist ihre Muskulatur oft verspannt oder fest. Sie haben glänzendes Fell, sind mutig und unerschrocken, meist Ranghoch und dominant. Sie eignen sich oft für Shows oder Leistungssport, denn sie sind sehr Leistungsfähig. Allerdings bevorzugen sie ihre Leistungsfähigkeit da einzusetzen, wo es ihnen Spaß macht. Sie sind leicht reizbar und ungeduldig und können auch mal richtig zornig werden. Ein Zähnefletscher oder Ohrenanlegen sind bei ihnen nicht untypisch. Sie neigen gerne zu viralen Erkrankungen im Frühjahr. Oft spielt Wind als Natur­phänomen aber auch Wind im Sinne der TCM eine Rolle bei Funktions­störungen des Holztiers.
Holztiere neigen gern zu spröden Krallen oder Hufen, aber auch Feuchtigkeit sprich Huffäulnis sind Erkrankungen des Holztieres. Trockene Haut mit Schuppenbildung und Sehen Problemen, sowie Augen­erkrankungen oder dauer­haften/ wieder­kehrenden Augen­schleimhaut Rötungen.
Die Emotion Zorn kann den Lebertyp schnell aus der Bahn werfen und viele energetische Störungen, die zu ernsthaften Erkrankungen heranreifen können, führen.

Das Feuertier (Herztyp)

– aufgeregter Handfeger –

Die Wandlungsphase Feuer wird dem Funktionskreis Herz/ Dünndarm sowie Pericard und 3 Erwärmer zugeordnet.
Die Jahreszeit ist der Sommer
Sinnesorgan: Zunge
Körperliches Gewebe: Blutgefäße
Emotion: Freude bis hin zur Hysterie
Klimatischer Einfluss: Hitze
Geruch: Verbrannt
Geschmack: Bitter

Das Feuertier ist Charmant, fröhlich und ein lustiger Geselle. Es ist Intelligent und Dominant. Es sind meist laute Typen die viel Bellen oder Wiehern. Sie schwitzen leicht oder neigen zum Nachschwitzen. Hunde hecheln lange nach. Sie sind richtige Leistungskanonen und geben nie auf, dabei neigen sie dazu sich selbst zu überfordern. Zerstörungswut, auch an sich selbst, sprich sich selbst in Gefahr zu bringen sind nicht selten. Sie schlafen oft unruhig und neigen zu Ticks wie Koppen und Weben oder dem Schwanz nach zu jagen. Einmal in Hysterie verfallen, lässt er sich nicht oder nur sehr schlecht beruhigen.

Feuertiere neigen oft zu psychischen Auffälligkeiten. Störungen im Funktionskreis gehen oft mit dem Naturphänomen Hitze, aber auch Hitze im Sinne der TCM einher. Sie riechen tatsächlich verbrannt und an ihrer Zungenspitze ist oft eine mittige Kerbe zu erkennen. Die Zungenfarbe ist häufig sehr rot (Rindfleisch farbend) bis Levide (bläulich).

Das Erdtier (Milztyp)

– Bob Marley –

Die Wandlungsphase Erde wird dem Funktionskreis Milz/ Magen zugeordnet.
Die Jahreszeit ist der Spätsommer, bzw. die Zeit zwischen den Jahreszeiten.
Sinnesorgan: Lippen
Körperliches Gewebe: Muskeln & Fleisch
Emotion: Grübeln/ sich Sorgen
Klimatischer Einfluss: Nässe/ Feuchtigkeit
Geruch/ Geschmack: süßlich

Das Erdtier ist der chillige Typ. Es ist zuverlässig, treu und geduldig. Es ist eher faul und verfressen und naja etwas Neues zu lernen sind eher nicht seine stärken. Dafür sitzt, dass was erlernt wurde, wie ne eins und wird nicht vergessen. Im Grunde sind es die Besten Einstiegstiere. Es hat eher eine weiche und schwammige Muskulatur und die Faszien sind häufig wegen Feuchtig­keits­belastung verklebt.

Beim Pferd kann man oft eine hängende Unterlippe und dösigen Blick beobachten. Bei Stress neigt das Erdtier gern zu Durchfall. Grübeln und Sorgen ziehen die Gesundheit des Erdtiers in Mitleiden­schaft. Grundsätzlich kämpft es eher mit Verdauungs­problematiken und Stoff­wechselthemen. Der Klimatische Einfluss der Feuchtigkeit und Nässe, als Naturphänomen aber auch im Sinne der TCM beschert dem Erdtier Probleme wie Ödeme, Lipome und Arthrosen mit Schwellungen.

Meist ist viel Speichel im Spiel und die Zunge ist gedunsen und faltig. Sie neigen auch zu Atem­wegs­erkrankungen mit Schleim. Generell ist bei einer Störung mit Feuchtigkeit Achtung geboten, denn aus Feuchtigkeit kann Schleim werden und… aus Sicht der TCM werden Tumore den Schleim­erkrankungen zu geordnet.

Das Wassertier (Nierentyp)

– Angsthase –

Die Wandlungsphase ist Wasser und wird dem Funktionskreis Niere/Blase zugeordnet
Die Jahreszeit ist der Winter
Das Sinnesorgan: Ohren
Körperliches Gewebe: Knochen
Emotion: Angst
Klimatischer Einfluss: Kälte
Geruch: Faulig
Geschmack: Salzig

Das Wassertier ist ein Sensibelchen und oft ängstlich, wobei es nicht in Panik verfällt und meist gut zu beruhigen ist. Es hat einen zierlichen Körperbau und oft spärliches Langhaar. Das Wasser­tier leidet häufig unter Rücken­schmerzen im Lenden­wirbel­bereich und hat Probleme mit Knochen und Gelenken. Auch Ohren­ent­zündungen sind beim Wassertier häufiger zu beobachten. Obwohl wir hier nicht direkt von den Organen sprechen, hat das Wassertier mit Blasen­ent­zündungen und Inkontinenz zu kämpfen. Ihm ist wirklich Kalt …ein schöner Platz vor dem Ofen oder eine dicke Decke im Winter helfen ihm sehr.

In 99% der Fälle sind unsere lieben Vierbeiner aber Mischtypen zwischen 2, manchmal sogar 3 der oben aufgeführten Typisierungen.

Konnten sie ihr Tier beim Stöbern bereits ein­gruppieren? Denn das hilft dem Therapeuten in der Regel sehr um eine Basis für die Diagnose zu haben, denn oft zeigen die lieben Patienten beim ersten Kennen­lernen in der Regel nicht ihr wahres Gesicht.

Das Metalltier (Lungentyp)

– Lonesome Cowboy –

Die Wandlungsphase ist Metall und wird dem Funktionskreis Lunge/ Dickdarm zugeordnet
Die Jahreszeit ist der Herbst
Das Sinnesorgan: Nase
Körperliches Gewebe: Haut/ Fell
Emotion: Trauer
Klimatischer Einfluss: Trockenheit
Geruch: Faulig
Geschmack: Scharf

Das Metalltier ist unabhängig, schlau und lernfähig. Es ist sich oft selbst genug und brauch nicht zwingend Artgenossen, die ihn über den Tag bespaßen. Es braucht Aufgaben und fühlt sich im Distanz- oder Rettungshundesport sehr wohl. Es liebt die Routine und reagiert bei neuem zurückhaltend aber mutig. Es ist ein drahtiger Typ mit wenig Muskulatur. Oft kann man bei ihm trockenes Fell oder trockene Schleimhäute beobachten. Da sein Körperliches Gewebe Haut und Fell ist, neigt er oft zu Allergien und Hauterkrankungen. In der Haut sitzt das Wie- Qi, das sogenannte Abwehr- Qi (Immunsystem).

Die Haut ist die erste Angriffsfläche für pathogene Faktoren, wie Wind, Hitze, Kälte und Feuchtigkeit. Ist das Abwehr- Qi geschwächt haben die pathogenen Faktoren leichtes Spiel. Deswegen ist es auch für Atemwegserkrankungen, Verdauungsprobleme und allerhand anderer Störungen empfänglich. Trauer und Trockenheit beeinflussen die Gesundheit des Metalltierchens. Es neigt zu Depressionen. Tiere die im Herbst zu Atemwegserkrankungen neigen, sind oft in der Wandlungsphase Metall zu Hause.